Das Wesen der UIF-Platform

 

Die UIF-Platform ermöglicht das effiziente Bereitstellen von integrativen Lösungen, indem folgende Prinzipien innovativ und einzigartig umgesetzt werden

  • Die UIF-Platform (UIF = Ubiquitous Information Framework) ist die Plattform für die Umsetzung eines Ubiquitous Information Managements. Ein Ubiquitous Information Management akzeptiert die Allgegenwärtigkeit (Ubiquität) von Informationen und verzichtet auf starre Datenmodellierung, welche hohe Kosten der Informationsabbildung verursacht und deren Flexibilität senkt. UIF bildet daher Informationen überwiegend durch flexible ontologische Muster ab.
  • Methodisch zerlegt UIF das Informationsmanagement in unterschiedliche ontologische Kategorien, die eine hoch effiziente Abbildung von flexiblen Enterprise-Architekturen ermöglicht und damit insbesondere den Economy of Scope der Anwender der Plattform durch innovative Informationsvernetzung fördert:
        • „Objektive Ontologien“ korrespondieren eng mit der Datendomänenentwicklung moderner Datenarchitekturen.
        • Collaboration-Center-Ontologien verbinden flexibel „objektive Ontologien“ durch Abbildung von Ontologien kollaborativer Strukturen.
        • Situationsontologien werden durch eine eigene Kollaborationssprache (BCEL® – Business Collaboration Execution Language) automatisiert.
        • Feldontologien beschreiben individuelle Wahrnehmungen von Akteuren auf die Datenbestände. Diese individuellen Wahrnehmungen werden modelliert und durch z.B. die CCM (Classification- and Cluster-Machine) interpretiert und dem Akteur zur Verfügung gestellt.
        • Für die Abbildung dieser Ontologien stellt die UIF-Platform der aseaco AG zahlreiche allgemeingültige Software-Artefakte zur Verfügung.
  • Die Verbindung technologischer Artefakte der UIF-Platform, der korrespondierenden Modellierungsmethoden zur Informationsabbildung und der von der aseaco AG entwickelten Methodik zur Datenarchitekturentwicklung führen zu einer einzigartigen Verbindung aller Informationen. Dies verbindet die Ebene der Regularien und seiner „Methoden und Normen“ (z.B. Standards und Verfahren zur Produktentwicklung) über eine flexible Datenarchitektur mit einer hoch flexiblen, resilienten und föderierten Informationstechnologie.

Überblick

Komponentenliste der UIF Platform

 

Komponente Beschreibung
UIF-Platform Das UIF (aseaco Ubiquitous Information Framework) ist die technische Plattform, die einzelne Subframeworks zusammenfasst. Frameworks im Sinne des UIF ist eine konfigurierbare, anpassbare und erweiterbare Software. Bestandteil eines derartigen Frameworks sind auch „Machines“, „Processors“ oder „Engines“. Diese bilden für sich lauffähige Komponenten, die gemäß ihrem Frameworkkontext Ergebnisse liefern. UIF bildet daher eine Plattform um kontext-adaptive Informationssysteme bereitzustellen.
aseaco CMF Das Collaboration Management Framework (CMF) beinhaltet, die BCEL® Definition und ihr Processing. Darüber hinaus übernimmt das SMF übergreifende Koordinationsfunktionen. Das CMF ermöglicht damit die dynamische Koordination von Kollaborationsbeziehungen.
BCEL® Processor Der BCEL® Processor interpretiert die BCEL®. Die aseaco AG hat dazu die BCEL® (Business Collaboration Execution Language) entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Sprache, die Modellierungsentitäten aus der Projektplanung und dem Qualitätsmanagement (wie Aktivitäten, Akteure, Gates, Vorgänger-Nachfolger-Beziehungen, Terminierungen,…) mit IT-technischen Konstrukten mit Anwendungssystemen (ERP, PLM, Projektmanagement-Tools) und Mini-Apps verknüpft. Über ein dynamisches Rollen&Rechte Modell wird der Zugang zu Informationen automatisch aus dem Businesskontext abgeleitet (Dynamische Integration).
aseaco SMF Das Service Model Framework koordiniert in einem komplexen Umfeld die Aktivitäten der laufenden Verfahren. So meldet z.B. eine Aktivität an, dass sie auf die Fertigstellung anderer Aktivitäten einer BCEL® wartet. Erst danach werden die Mini Apps für den User freigeschaltet. Neben der Koordination auf der Ebene der Aktivitäten findet eine Koordination auf der Ebene der Geschäftsobjekte statt. Es können Beziehungen zwischen Geschäftsobjekten angemeldet werden. Durch diese bekannten Abhängigkeiten, werden im Rahmen der Ausführung von Verfahren Folgeaktivitäten gestartet, um die Bearbeitung abhängiger Geschäftsobjekte zu initiieren.
aseaco DEF Das Data Exploration Framework stellt eine standardisierte Oberfläche zur Verfügung, die sich auf das ORF abstützt. ORF Elemente, wie Knoten und deren Attribute, werden automatisch angezeigt. Erweiterungen der Oberflächen sind möglich. Eine Konfigurationsumgebung stellt spezifische Explorationsszenarien zur Verfügung, die spezifischen Benutzergruppen spezielle Sichten ermöglichen.
aseaco ORF Das Object Relation Framework (ORF) stellt eine graphorientierte Sicht auf Daten zur Verfügung. Das ORF selbst ist keine Persistenzschicht, sondern kann mit Datenbanken, wie eine PostgreSQL aber auch einem Neo4j verbunden werden. Damit bildet ORF für das UIF eine graphorientierte Abstraktion von der jeweiligen Persistenztechnologie (z.B. Datenbanken). Weiterhin ist das ORF auch ein Repository für wichtige Definitionen. ORF Knoten werden grundsätzlich in fachliche Knoten aber auch externe Datenressourcen unterschieden. Fachliche Knoten beschreiben Geschäftsentitäten (Produkte, Applikationen, Kunden, etc. ) während externe Datenressourcen auf Daten in verbunden Applikationen verweisen, die über ihre Verbindung zu den fachlichen Knoten eine übergreifende Semantik erhalten. Damit ist das ORF eine Grundlage für eine semantische Informationsintegration.
aseaco CCM Das CCM steht für „Classification and Cluster Machine“ und unterliegt u.a. fuzzylogischen Prinzipien. Diese Maschine ist technisch hoch in das ORF integriert. Aufgabe dieser Maschine ist es auf Basis von Taxonomien, die in ORF abgebildet sind, für bestimmte Zielgruppen ein Clustering oder die individuelle Klassifizierungen vorzunehmen. Des weiteren dient diese Maschine zur Erzeugung von Rankings.
aseaco CRE Die Common Rule Engine ist eine konfigurierbare Regelmaschine. Diese kann zum einen eingesetzt werden, um korrekte Objektbeziehungen im ORF herzustellen, und zum anderen, um im Nachgang die Korrektheit von Beziehungen zu prüfen.
aseaco CCF Das Collaboration Center Framework ist eine Software Framework, mit den Akteure effizient in kollaborativer Arbeit mittels „Collaboration-Center-Ontologien“ Verbindungen zwischen unterschiedlichsten Datensichten erzeugen können. Damit werden Verbindungen zwischen unterschiedlichen Datendomänen geschaffen, aber auch verändernde Abläufe bzgl. der Datendomänen angestartet. In einer ausgereiften Datenarchitektur bilden Datendomänen objektive Ontologien, die durch flexible Graphmodelle aber auch Relationale Modelle abgebildet sind.
aseaco ULP Der Universal Link Provider ist eine konfigurierbares Framework, auf Basis dessen aus dem Beziehungswissen, das das ORF bereitstellt, regelbasiert URL Links oder Endpunkte und Parameter für Rest-API´s abgeleitet werden. Dies ist eine weitere Abstraktionsschicht, um die semantische Informationsintegration resilient zu gestalten.
aseaco SEMTX SEMTX (Semantisches Text Management) bringt Textelemente in Beziehung und ordnet diese in einen übergreifenden Kontext. Über eine Administrationsoberlfäche, können diese Einordnungen vorgenommen werden. Über Standardinterfaces (REST API’s) können regelbasiert Textelemente Partnersystemen oder Useroberflächen zur Verfügung gestellt werden.

 

Ergänzungskomponentenliste der UIF Platform

Ergänzend zur der UIF Platform gibt es für SAP Anwender ABAP-basierte Komponenten, die eine effektive Integration mit den Lösungen der SAP SE ermöglichen.(Stand Januar 2023)

 

Komponente Beschreibung
/ASEACO/POST Post Logic: Die Post Logic ermöglicht atomare Transaktionen für ein SAP System. Dabei sind Restart-, Queueing- und eigene Persistenz-Services verfügbar. In Verbindung mit der UIF Platform, sind verteilte sichere Transaktionen über mehrere SAP Systeme leicht organisierbar.
/ASEACO/AF Das Adapter Framework ermöglicht es auf dem ABAP Stack auf einfache Art und Weise Services zur Verfügung zu stellen. Durch Konfiguration werden diese Services mittels unterschiedlicher Protokolle den Partnersysteme zur Verfügung gestellt. Für die UIF Platform stellen diese Services Zugänge in die Datenwelt des SAP Systems dar.
/ASEACO/DRF Das aseaco DRF (Data Replication Framework) verkapselt SAP Technologien aber auch abapbasierte Lösungen aus dem Hause aseaco AG und stellt diese der UIF Platform zur Verfügung. Dabei gibt es eine API´s, die die SAP FOX (Framework for Object Explosion) und Funktionen des PDR (Product Data Replication) verkapseln und der UIF Platform effizient Daten zur Verfügung stellen bzw. der UIF Platform ermöglicht, Datenreplikationen zwischen SAP Systemen zu steuern. Weitere Services indizieren die Daten des SAP Systems, so dass eine schnelles Bereitstellen von Informationen möglich ist, und damit SAP Daten zu einem integralen Bestandteil der semantischen Informationsintegration der UIF Platform wird.

 

Epochen der aseaco Softwareentwicklung

 

Zeitalter Zeitraum Beschreibung
Stammdatenberatungslösungen bis 2007

Von der aseaco AG wurden Beratungs- und Software-Frameworks entwickelt, die das Stammdatenmanagement unterstützen. Beratungskomponenten hatten sich stark auf die DAMA (DMBOK) Ansätze abgestützt. Diese Komponenten wurden seinerzeit unter dem Begriff BOF (Business Objects Framework) entwickelt. Insbesondere entstanden Produktreplikations-API´s, die noch heute in dem /ASEACO/DRF ihren Niederschlag finden. Java-basierte Technologien wurden als Webfrontend aber auch Integrationslösungen eingesetzt. Flexibilität in diesen Lösungen wurde stark durch den Einsatz von Frameworks wie Apache Cocoon (XML basiertes Publishing Framework) erreicht.

Große Stammdatenlösungen sind im Handel, im Maschinenbau und in der Pharmaindustrie implementiert worden.

Von Stammdaten zu ubiquitären Ansätzen 2007-2015

Es wurde erkannt, dass ausgehend von den Stammdaten, die Ankerdatenmodelle bilden, universelle Datenverlinkungen sinnvoll sind. Die ersten Versionen des UIF sind entstanden, die XML basierte „In Memory“-Funktionen zur Verfügung gestellt haben. Diese Funktionen konsumierten aus Applikationen hierarchische Strukturen, um diese dann z.B. in der Welt des Enterprise 2.0 oder des Dokumentenmanagements zu übertragen. Die ersten hoch integrierten Lösungen entstanden, die z.B. aus dem Projektsystem des SAP eine Projektstruktur entnommen haben und eine Wiki Struktur mit entsprechendem Berechtigungskonzept erzeugt hat.

Die theoretischen Grundlagen des „Ubiquitous Information Managements“ wurden bereits ab 2007 durch die aseaco AG ausformuliert und bilden heute noch die Grundlagen für die UIF Platform. Dazu gehören insbesondere Ideen zur Datenarchitekturentwicklung, lose gekoppelte Organisationen, die über Collaboration Center gesteuert werden. Dazu wurde ein umfassendes Methodenset entwickelt (Methode zur Einführung von Collaboration Management Szenarien unter Nutzung des aseaco Ubiquitous Information Frameworks), das permanent gepflegt wird.

Wichtige Grundlagen zur Strukturierung des Ontologie Begriffs wurden bereits im Jahr 2013 gelegt. Der Zusammenhang zwischen Collaboration Management, Datenmanagement und Wissensmanagement wurde erforscht und dokumentiert.

Das Zeitalter der Situationsontologie beginnt 2012-2016 In dieser Zeit wurde die Idee der universellen Verlinkung durch die BCEL® ergänzt. Diese integriert die Akteure einer Organisation in den Informationslifecycle, in dem sie aus den Datenbeständen heraus Rollen dynamisch ableitete und die aktive situationsontologische Steuerungsfunktionen übernahm.
Situationsontologie und Mini Apps 2016-2020 Mittels detaillierter Vorschriften, die Activity Types und „Mini Apps“ in Verbindung bringen, wurde die Applikation selbst in den Hintergrund gebracht. Also eine Applikation ist nicht mehr Nutzer einer BCEL®, sondern hinter eine BCEL® Activity liegt die Applikation. Mini-App-orientierte Datenschichtkonzepte (Datensedimente) wurden wegen der Traceability und für spätere Nutzungen im KI Umfeld aufgebaut. Dabei erzeugt die Zuordnung von Daten zu dem Aktivitätstyp der BCEL® ein situationsontologischen Kontext. Mittels des SMF wurden komplexe Zusammenhänge zwischen diesen Mini-Apps erkannt und eine weitere BCEL® übergreifende kollaborative Steuerungsschicht entstand
kontextbasierte ubiquitäre Plattform 2019-2022

Die Fähigkeiten der Plattform kontextbasierte ubiquitäre Systeme zur Verfügung zu stellen wurden gestärkt. ORF wurde entwickelt, um dem UIF eine graphorientierten Zugriff und Verwaltung von Daten zu ermöglichen. Daten können in Taxonomien eingeordnet werden. Spezielle Nodes, die externe Datenressourcen adressieren, und in den Graph und seiner Ontologie eingeordnet sind, erweitern die Informationen um Datenbestände klassischer Applikationen. Damit ist die Grundlage für die semantische Informationsintegration gelegt. Darüber hinaus wird nicht mehr nur auf zentrale Publishingkonzepte, wie Cocoon gesetzt, sondern mittels Json Forms die UI zum integralen Bestandteil der Datenhaltung. Das Wissen in den Daten wird zunehmend relevant für das Erscheinungsbild der Anwendung.

aseaco hat die Erkenntnis gewonnen, dass die globale Ontologie zu einer Sackgasse führen wird und fördert die Einführung von Ontologietypen. Dabei gehen wir über Typisierung wie Lightweight-Ontologien oder Heavyweight-Ontologien hinaus. Dabei werden Begriffe, wie die objektive Ontologie, Situationsontologie, Feldontologie für den UIF Kontext definiert. Kollaborationsontologien bilden dann wieder Spezialtypen, die Objektive Ontologien und Feldontologien verbinden, um in eine Organisation die Zusammenarbeit zu fördern. Diese Kollaborationsontologien finden sich in Applikationen vom Typ „Collaboration Center“ wieder.

Zeitalter der Standardisierung föderierender Systeme ab 2023

Föderierende Systeme sind in dem Zeitalter der Cloud von höchster Bedeutung (vgl. auch Gaia-X oder Catena-X). Die Semantische Informationsintegration als Konzept des Semantik-Webs bekommt eine zunehmende Bedeutung, da sie die Komplexität verteilter Datenbestände beherrschbar macht und sie in eine Wissensbasis transformiert. Die UIF Platform wird dafür Lösungen bieten. Dazu wird sie sich Frameworks, wie Apache Jena, zu nutzen machen. Gängige Standards, wie RDF oder OWL werden dadurch zunehmend berücksichtigt und ermöglichen den flexiblen Einsatz von diversen Inferenzmaschinen oder KI Lösungen.

Dabei wird auch der Fokus auf die Entwicklung eines MOL (Meta-Ontology-Layers) gelegt, die aus der Ontologie einzelner Domänen, wiederum ein Daten Ontologie (Meta Ontologie) automatisch ableitet. MOL wird nicht als Konkurrent zu Apache Atlas gesehen, sondern bildet eine Ergänzung.

 

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